Guerilla Marketing: Werbemaßnahmen mit Überraschungseffekt

Plakate, TV-Spots, Banner: Wir werden im Alltag von Werbung überflutet, manche Anzeigen nerven, andere nehmen wir gar nicht mehr wahr. Daher müssen sich Marketing-Fachleute heute so einiges einfallen lassen, um erfolgreich für ein Produkt zu werben, ohne dass die potenziellen Kunden sich dadurch belästigt fühlen. Hier kommt das Guerilla Marketing ins Spiel. Worum es dabei geht, liest du hier.

Was ist Guerilla Marketing?

Guerilla Marketing beschreibt eine unkonventionelle Marketingaktion, die von Überraschungseffekten lebt. Der Fokus liegt dabei auf der Inszenierung von besonders kreativen Werbeideen. Ziel ist es, Werbebotschaften originell und interessant zu vermitteln und mit einem vergleichsweise kleinen Einsatz und Budget eine große Wirkung zu erzielen.

Die Wortschöpfung "Guerilla Marketing" stammt von Jay Conrad Levinson, einem US-amerikanischen Kreativdirektor und Unternehmensberater. Der Begriff leitet sich von der Militärsprache ab. Hier bezeichnet der Guerillakampf eine spezielle Art der Kriegsführung, die das Ziel hat, den Gegner zu schwächen – und zwar durch nicht vorhersehbare Taktiken. So ähnlich läuft es auch bei der Vermarktung: Unternehmen versuchen, sich mit untypischen Maßnahmen gegenüber den Wettbewerbern einen Vorteil zu verschaffen.

Levinson sah die Marketingstrategie vor allem für kleine und mittelständische Betriebe vor, da sie mit geringen Kosten und einer oftmals leichten Umsetzung einhergeht. Inzwischen nutzen allerdings auch viele große Firmen diese Form des Marketings als probates Mittel zur Werbung ihrer Produkte. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Wie funktioniert Guerilla Marketing?

Im Kern geht es bei Guerilla Marketing darum, aus dem gewohnten Umfeld potenzieller Kunden eine Werbefläche zu machen. Dies geschieht zum Beispiel durch öffentliche außergewöhnliche Installationen oder überraschende Aktionen.

Eine Form des Guerilla Marketings ist das Ambiente-Marketing. Hierbei setzen Unternehmen auf eine Produkt- bzw. Markeninszenierung in einem gewöhnlichen Umfeld wie Fußgängerzonen, Bahnhofshallen oder Einzelhandelsgeschäften. Mögliche Werbeträger sind Bushaltestellen, Gebäude oder auch Bierdeckel sowie Toilettensitze, zum Beispiel in Gastronomiebetrieben.

Eine weitere Unterart ist das Ambush-Marketing. Dabei machen sich Firmen Events wie Sportveranstaltungen oder Konzerte zunutze, um für ihr Produkt zu werben. Dies geschieht häufig ohne Erlaubnis des jeweiligen Sponsors, weshalb die Maßnahme als umstritten gilt.

Viral Marketing gehört ebenfalls zum Guerilla Marketing. Diese Strategie verfolgt das Ziel, bestimmte Inhalte viral zu verbreiten, beispielsweise indem Konsumenten sie über Mundpropaganda oder über Social Media weiterempfehlen. Ein Beispiel lieferte die Autovermietung Sixt: Als aufgrund eines Bahnstreiks viele Kunden auf Mietwagen auswichen, ernannte das Unternehmen den GDL-Chef Claus Weselsky zum Mitarbeiter des Monats. Das sorgte in den sozialen Netzwerken für Gesprächsstoff.

Besonders günstig sind Guerilla-Marketing-Anzeigen. Sie sind ideal für Start-ups, die kein Budget für größere Werbemaßnahmen haben. Statt auf klassische Werbeplakate setzen sie dabei auf originelle Gestaltungselemente. So bietet es sich für ein neu eröffnetes Yogastudio etwa an, einen Pappaufsteller in Form einer Yogapose zu basteln, und vor dem Studio zu platzieren.

Welche Ziele verfolgt Guerilla Marketing?​​​​

Das wesentliche Ziel von Guerilla Marketing ist es, durch einen einmaligen Werbeeffekt nachhaltig Aufmerksamkeit zu erregen und damit den Bekanntheitsgrad und die Attraktivität der Marke bzw. des Unternehmens zu steigern. Im Vordergrund steht eine originelle, unterhaltsame Werbemaßnahme, die nicht als störend empfunden wird, aber so stark wie möglich auffällt.

Im Grunde genommen geht es darum, durch unkonventionelle Werbung aus der Masse herauszustechen und mit ungewöhnlichen Darstellungen für Überraschungseffekte zu sorgen. Mit originellen Inszenierungen wollen Unternehmen im Gedächtnis bleiben und zugleich positive Assoziationen mit der jeweiligen Marke schaffen. All das soll dauerhaft die Reichweite erhöhen und dadurch den Umsatz steigern.

Ein paar Beispiele von Guerilla Marketing verschiedener Unternehmen

Am besten lässt sich Guerilla Marketing immer noch anhand von Beispielen erklären. Deshalb findest du hier ein paar Marketingaktionen unterschiedlicher Unternehmen:

  • McDonald’s verwandelte kurzerhand einen Zebrastreifen in eine große Tüte Pommes frites.
  • Colgate gab Eis am Stiel aus. Als das Eis größtenteils verzehrt war, kam ein Holzstiel in Form einer Zahnbürste hervor, der mit Werbung für Colgate bedruckt war.
  • Ikea schuf in U-Bahn-Stationen spontan ein kleines Wohnzimmer, indem das Möbelhaus dort bequeme Sofas und stilvolle Lampen aufstellte.
  • Nike nutzte ein vom Konkurrenten adidas gesponsortes Event, um einen 80-jährigen Läufer in Nike-Ausrüstung zu inszenieren.
  • Ein Casino zeigte sich besonders kreativ, indem es eine Gepäckausgabe am Flughafen zu einem Roulette-Tisch umgestaltete.
  • Volkswagen baute in einer U-Bahn-Station eine Rutsche auf, sodass die Passanten über die "Fast Lane" schneller ihr Gleis erreichten.

Auch du kannst das Guerilla Marketing nutzen, um mehr Traffic für deine Webseiten oder Blogs zu generieren. Dazu eignet sich insbesondere die Verbreitung deiner ungewöhnlichen Aktionen über diverse Social Media Kanäle.

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Über den Autor 

Ich bin Guido Nußbaum und betreibe zusammen mit Götz Macht den Online Marketing Erfahrung Blog. Schon seit 2003 beschäftige ich mich mit Internetmarketing und bin seit 2007 selbständiger Vollzeit-Unternehmer. Hier auf dem Blog möchten wir dir helfen, dein eigenes Online Business zu starten bzw. dein bestehendes Geschäft weiter auszubauen.

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